Datenschutzgrundverordnung und E-Learning

Seit Jahren gibt es E-Learning Inhalte zum Datenschutz - dabei wird häufig übersehen, dass auch E-Learning selbst dem Datenschutz unterliegt.

Mit E-Learning werden die Lern- und Leistungskontrollen eines jeden Nutzers sichtbar. Mit Hilfe von Kompetenz- und Talentmanagement können Bildungsbedarfe oder Kompetenzlücken ebenso transparent gemacht werden, wie auch die möglichen Karriere- und Entwicklungspfade eines jeden Mitarbeiter. Damit sind - bei entsprechendem Ausbau der Digitalen Weiterbildungsinfrastruktur und vor allem beim Aufbau eines Talentmanagements die Daten der Nutzer durchaus Karriere- und damit Einkommens - entscheidend.

Dies macht die gespeicherten Nutzer- und Nutzungsdaten gegebenfalls zu besonders schützenswerten Daten. Und dies bedeuted für Sie: unter Umständen haben Sie einen deutlich Erhöhten Schutz-Level einzuhalten. Es lohnt sich also zu prüfen, welche Daten Ihr System speichert und was Sie damit machen.

Aufschluss hierüber gibt das Verarbeitungsverzeichnis - hier werden alle Abläufe dokumentiert, die mit den gespeicherten Daten durchlaufen werden. Diese Informationen sollte Ihnen der Hersteller des Systems zur Verfügung stellen, mit dem Sie arbeiten.

Im nächsten Schritt ist es Ihre Aufgabe ein Handbuch zusammenzustellen zu den technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Schutz der Daten. Die Idee hierbei ist, den gesamten Prozess der Datenverarbeitung sicher zu machen und nicht nur einzelne Schritte. Sie kaufen sich ja auch keine Hochsichere Haustüre und lassen die Kellertüre offen.

Zusätzlich ist es Ihre Aufgabe alle, die Umgang mit diesen Nutzerdaten haben, auf das Datengeheimnis zu verpflichten. Dies ist bei Mitarbeitern häufig schon im Anstellungsvertrag, kann aber auch mit einer entsprechenden Vereinbarung (vor allem bei externen Dienstleistern) erfolgen. Werden Teile Ihres Systems oder Ihrer Inhalte bei externen Anbietern gehostet (Cloud-Dienste) benötigen Sie eine entsprechende Auftragsdaten-Verarbeitungsvertrag. Hinter diesem Wortungetüm steckt wiederum die Idee, dass der gesamte Prozess der Nutzerdatenveratbeitung transparent, dokumentiert und geschützt sein muss - Dies bestätigen Sie Ihren Kunden und Ihre Dienstleister Ihnen.

Bei allen Extra-Arbeiten und Datenschutz-Stilblüten, die gerade entstehen, das Ziel oder die große Vision dahinter ist eigentlich eine gute: Jeder Mensch soll und darf über die Nutzung seiner persönlichen Daten selbst entscheiden und soll wissen, wo welche Daten gespeichert sind. Dieses Thema ist nach wie vor neu - auf sehr vielen Ebenen Grauzone und unbekanntes Terrain. Dennoch ist die Idee gut. Auch wenn die Verordnung eigentlich eine Antwort des letzten Jahrtausends auf ein Phänomen der Gegenwart ist.

Ein mögliches Zukunftsszenario zur sinnvollen Weiterentwicklung des Datenschutzes finden Sie hier:

Trendanalyse: Das letzte Gefecht des Datenschutzes

Sven Gabor Janszky: Der Trendforscher schreibt  über die Zukunft des Datenschutzes, dass sich die Daten durchaus auch selbst schützen können.

Mein Tipp: BEobachten Sie hierzu die Entwicklung rund um die Crypto-Währungen (Bitcoin und Etherium). Nicht wegen der Währungsspekulation, sonder vor allem wegen der Möglichkeit, Daten vollständig verschlüsselt, aber überall verfügbar und fäsclschungssicher zur Verfügung zu stellen. Dabei kann jeder Besitzer eines Datensatzes selbst bestimmen, wer wieviel sehen kann.

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